Vorder Gärstenhorn (3166m)

Eintauchen in die Grimselwelten

Karte Swisstopo Nr.  1:25000

Anfahrt Zürich - Luzern - Meiringen - Grimselpass

Ausgangspunkt Grimselpass (2164m)

Wir steigen vom Pass den Weg zu den Grätliseen hoch. Oberhalb des Remersees an der Militärhütte vorbei, bis wir beim ersten Grätlisee weglos nch links hochsteigen. Am Punkt P2750 vorbei über unangenehm losen Schutt, von Schneefeldern durchzogen weiter aufwärts in eine brüchige Rinne links der grossen Felsfluchten, über die wir den Gärstengrat erreichen. Hier klettern wir entweder gerade hoch oder zuerst nach links und und dann um den Grat (II). Nun entweder direkt über den Grat oder immer leicht links davon hoch bis vor den Gipfelaufbau. Entweder rechts herum und von der Rückseite hoch oder schräg links in direkter Linie zum höchsten Punkt (II, 3166m)
Abstieg wie Aufstieg

Aufstiegszeit 4Std. 1100hm

Das Vorder Gärstenhorn
Die Furkapasstrasse
Der Zustieg ist mühsam
plattig und brüchig präsentiert sich der Gipfelanstieg
Dammastock und Galenstock
Der Rhonegletscher

fotos 20|08|2017 © hannesasam | michaeldellantonio

Fronalpstock (1920m)

Aussichtskanzel am Vierwaldstättersee

Karte Swisstopo Nr. 1172 Muotathal 1:25000

Anfahrt Zürich - Schwyz - Muotathal

Ausgangspunkt gebührenpflichtiger Parkplatz an der Stoosbahn (570m)

Wir fahren mit der Stossbahn hoch nach Stoss und wandern durch das Dorf an der Talstation der Sessellifte zum Fronalpstock vorbei, um kurz darauf dem Weg zu folgen, der zunächst unter dem Sessellift hoch führt bis man beim Restaurant die offenen Weideflächen betritt. Hier teilen wir uns den Weg mit den weidenden Kühen und steigen an der Zwischenstation Mettlen vorbei bis zum Teufmettlen Hof (1599m). Bei der Abzweigung kurz danach folgen wir dem Weg nach rechts, der uns bald durch Karstgelände führt und uns schliesslich mit den ersten Ausblicken auf den Vierwaldstättersee verwöhnt. Nun kommt die Bergstatio in den Blick und zeichnet den restlichen Weg zum Fronalpstock (1920m) klar vor.
Abstieg Zunächst denselben Weg zurück, vor dem Charenstöckli folgen wir aber dem Fahrweg hinunter zur Alpwirtschaft Laui und von dort dem Weg zurück zur Mittelstation Mettlen, von dort weiter zum Ausgangspunkt.

Aufstiegszeit 2Std. 650hm

Die alte Stoosbahn - wird bald durch eine neue ersetzt
Der Mythen begleitet unseren ganzen Aufstieg
Wie eine natürliche Aussichtskanzel thront der Fronalpstock über dem Vierwaldstätter See

© 13|08|2017 anapaulalorenacoelho | michaeldellantonio

Eiger | Mittellegigrat (3970m)

Über den Dächern von Grindelwald

Karte Swisstopo Nr. 1229 Grindelwald / 1249 Finsteraarhorn 1:25000

Anfahrt Zürich - Interlaken - Grindelwald - Mit der Jungfraubahn über die kleine Scheidegg zum Station Eismeer

Ausgangspunkt Station Eismeer (3159m)

Zustieg zur Mittellegihütte Bei der Station folgen wir an deren unterem Ende dem Stollen hinunter zum CHallifirn (Lampe bereit halten, das Licht geht irgendwann aus) auf ca. 3125m, wo wir uns anseilen. Wir queren zügig den Gletscher, ganz leicht ansteigend bis zum Einstieg in die Gratflanke hinter der zweiten Schneezunge unterhalb des grossen Gendarms.
Über die Randspalte und über eine etwas knifflige Platte (IV) entlang einer Verschneidung in zwei kurzen Seillängen hoch auf ein Band, das Gehgelände verspricht. Nun eben -nur ansteigend wenn es das Gelände erfordert- nach Nordosten, eine ausgeprägte Rinne entweder abseilend oder abkletternd überwindend, bis die Flanke immer brösliger wird und man kurz vor der Mittellegihütte den Grat erreicht. Über diesen gelangen wir unschwierig zur Hütte
(3355m).

Aufstiegszeit 2Std 250hm

Ausstieg aus dem Stollen der Jungfraubahn
Die plattige Flanke zur Hütte wird gegen Ende hin immer brösliger
Endlich zeigt er sich doch noch der Eiger. Allerdings bei einem ungemütlichen Wind
Wolkenfahnen am Mittellegigrat

Die Reihenfolge für den Gipfelaufstieg ist klar, die Einteilung zum Frühstück lässt keine Zweifel offen: Nach den grindelwalder Bergführern starten die anderen Bergführer mit ihren Gästen, dann erst darf das gemeine Volk und damit wir aufbrechen. Wir erwischen trotz voller Hütte einen angenehmen Tag, es gibt kein Gedränge und auch keine Wartezeiten an den Schlüsselstellen.
Zunächst eben über den bereits hier ausgesetzten Grat, dann mit dem Grat ansteigend, eigentlich alle Hindernisse direkt überkletternd bis zum grossen Gendarm (III - IV), auf der anderen Seite abseilend und -teilweise entlang von Fixseilen- weiter hoch, mehrere kleine Türme überkletternd (max. III), bis sich der Grat zurücklehnt und wir schliesslich den Firngrat erreichen. Bei gutem Trittfirn einfach, aber richtig ausgesetzt oberhalb der Nordwand zum Gipfel (3970m, ca. 4Std).

Abstieg Vom Gipfel steigen wir entlang des Süd/Südostgrates ab bis wir ein kleines Metallkreuz sehen. Hier seilen wir zweimal ab, dann nach kurzem Abklettern noch einmal, bis wir den Rest des Grates bis zum Nördlichen Eigerjoch (3605m) abklettern können.
Zunächst abwechselnd zwischen Firn und Fels (II), meist etwas nordseitig des Grates bis zur letzten Schlüsselstelle vor dem grossen Turm. Gute Griffe führen uns hier rechts um die Ecke (III). Danach entlang des Grates auf und ab, bis wir schliesslich die Firnscheide erreichen.
Über diese in einem weiten Bogen unterhalb der Ostwand des Mönchs hinunter auf das Ewigschneefäld. Ein letzter Anstieg führt uns zum oberen Mönchsjoch (3624m), dann erreichen wir über die präparierte Piste das Jungfraujoch (3464m). Von hier mit der Bahn zurück nach Grindelwald.

Gehzeit (bei guten Bedingungen) 8-9Std 900hm

Die ersten Seilschaften sind bereits am Grat

rechts der Mittellegigrat, links die Eigerjöcher und dahinter der Mönch
Tiefblick nach Grindelwald
Rückblick zum Firngrat
Das Aletschhorn
Der Eiger - links der Mittellegigrat, in der Mitte die Nordwand

fotos 16|07|2017 © gustavosteffens | michaeldellantonio